Satzung der Hanna und Paul Gräb
Stiftung Stand 25.04.2026
Präambel
Paul Gräb wurde im Jahr 1956 Pfarrer der Landesgemeinde Öflingen/Südbaden.
Zur Finanzierung der fehlenden Orgel veranstaltete er in der Kirche
mehrere Ausstellungen mit Bildern namhafter Künstler. Damit begann
in Öflingen eine intensive Auseinandersetzung der Kirche mit zeitgenössischer
moderner Kunst und ein fruchtbarer Dialog zwischen Künstlern und
Kirche. Ausstellungen, Symposien, Buchpräsentationen u.a. machten
diesen Dialog und mit ihm das Werk von Paul Gräb bundesweit bekannt.
Gleichzeitig gründete Paul Gräb einen Diakonieverein zum Bau eines
Zentrums "Haus der Diakonie" in Wehr-Öflingen für Menschen mit geistiger
Behinderung. Dort engagierte er im Rahmen regelmäßiger Kunstaktionstage
professionelle Künstler, die mit den Behinderten zusammen malten
und ihnen so die Möglichkeit des Ausdrucks ihrer genuinen Kreativität
ermöglichten. Die dabei entstandenen Werke stellte er gemeinsam
mit Werken professioneller, teilweise weltbekannter Künstler aus.
Dieses einzigartige Zusammenwirken von Kunst und Diakonie wurde als
"Modell Wehr-Öflingen" bekannt.
Im Laufe der Zeit haben viele Künstler Werke gespendet, die heute
im Haus der Diakonie ausgestellt bzw. im Archiv des Vereins "Kunst
und Diakonie e.V." gelagert sind und das Lebenswerk von Paul Gräb
dokumentieren. Zusätzlich existiert eine umfangreiche Bibliothek
mit Katalogen, Kunstbänden u.ä. von Künstlern, die mit Paul Gräb
zusammengearbeitet haben, die gesichert und dokumentiert werden sollen.